Alle gegen die AfD – von Fehler- bis Feuerteufel

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50 Wahlplakate gestohlen und 15 beschädigt

Velden/Bodenkirchen/Vilsbiburg. Alle sind gegen die AfD – sogar der Feuer- und der Fehlerteufel! Beginnen wir mit dem harmloseren der beiden: Die für morgen, Dienstag, in Plattling angekündigte Veranstaltung mit Leyla Bilge findet nicht, wie ursprünglich gemeldet, im niederbayerischen Plattling statt, sondern um 19 Uhr in Sulzbach-Rosenberg und ist eine Open-Air-Kundgebung auf dem Luitpoldplatz (für’s Navi: 92237 Sulzbach-Rosenberg). Ob auch der Landesvorsitzende Petr Bystron in die Oberpfalz kommt, konnte der Berichtigung leider nicht entnommen werden. Da die Oberpfälzer aber wichtig sind, nehmen wir das jetzt einfach einmal an!

Im Niederbayerischen geht’s derweil rund. In Velden und Bodenkirchen entwendeten oder beschädigten, wie die Polizei Vilsbiburg zum Wochenende mitteilte, „unbekannte Täter Wahlplakate einer zur Bundestagswahl angetretenen Partei“. In der Zeit vom 29. August bis 14. September wurden sowohl im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Velden, wie auch im westlichen Bereich der Gemeinde Bodenkirchen, 50 aufgestellte Wahlplakate der AfD entwendet, 15 weitere Plakate derart beschmiert, daß sie ausgewechselt werden mußten. Schon am 11. September meldete die Polizei, daß in Vilsbiburg, Eibelswimm, ein Plakat von einem Unbekannten abgefackelt worden war. Die Vilsbiburger Feuerwehr mußte zum Löscheinsatz ausrücken.

Jetzt bittet die Polizei um Hinweise zu den unbekannten Tätern. Melden sollen sich auch Personen, die im Tatzeitraum etwas Verdächtiges beobachtet haben? Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Vilsbiburg unter Telefon 08741 – 962 70. Die Beamten haben zwischenzeitlich Ermittlungen wegen Diebstahl und Sachbeschädigung aufgenommen.

An dieser Stelle könnte unser Bericht über die beschädigten oder gestolenen Plakate auch schon enden. Neugierig wie ich nun einmal bin, wollte ich jedoch noch wissen, welcher Partei man da im Landkreis Landshut so übel mitgespielt hatte. Einen Verdacht hatte ich natürlich auch. Also rief ich die Polizei-Inspektion an und bat um eine Präzisierung der Angelegenheit. Auf diese Nachfrage erfuhr ich – gar nichts!

Der Polizeibeamte, mit dem ich im ersten Anlauf sprechen konnte und der ansonsten selbst ebenfalls Presseberichte herausgibt, wollte sich zu unserer Vermutung, es handle sich um Plakate der AfD, nicht äußern. Ob es nicht reiche, daß im Bericht die Formulierung „einer zur Bundestagswahl angetretenen Partei“ stehe, wollte er statt dessen wissen. Nein, das reicht mir nicht, beschied ich ihn und wurde daraufhin auf den im Augenblick verhinderten Chef und Inspektionsleiter Herrmann Voglgsang als Auskunftgeber vertröstet. Halten wir also fest: bestätigt ist mein Verdacht nicht, aber alle Indizien weisen darauf hin!

Noch vor vier Jahren wäre es überhaupt kein Thema gewesen, auf eine solche Nachfrage den Namen der betroffenen Partei zu erfahren. Aber da steckte die AfD ja noch in den Kinderschuhen und kratzte nicht an den Sesseln der Macht. Die Ursache für das unverständliche „Herumgeeiere“ bei der Polizei hätte uns natürlich auch interessiert. Man kann sich vorstellen, wie sehr unser entgegenkommender Polizist – was die Beamten in Vilsbiburg normalerweise generll tatsächlich sind – bei einer solchen Frage erst in’s Schwitzen gekommen wäre.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war die Polizei noch „unser Freund und Helfer“ und das für alle Bevölkerungsschichten, nicht nur für Presseleute oder Symphatisanten der deutschen Kartellparteien. Wenn aber dieser „Freund und Helfer“ jetzt Staatsgeheimnisse aus solchen unverfänglichen Tatmerkmalen schustert, geschieht das sicher nicht aus freien Stücken. Würde mich keineswegs wundern, wenn da nicht einer der noch höheren Polizeioberen in vorauseilendem Gehorsam oder unser Bayerischer Innenminister Herrmann (CSU) gar eine entsprechende Weisung in Auftrag gegeben hätte. Die Devise ist – wie wir nicht erst seit dem Tweet von Erika Steinbach zum Merkel-Befehl wissen – „die AfD ist mit allen Mitteln zu verhindern“! Das zeigt eigentlich nur: Wer die AfD wählt, kann mit Sicherheit nichts falsch machen.

Nun, leider war bis zum Redaktionsschluß heute Mittag der Erste Polizeihauptkommissar Voglgsang weiter verhindert. Da die Sache mit seinen Rückrufen bisher immer sehr zuverlässig geklappt hat, rechnen wir auch weiterhin damit. Über das Ergebnis werden wir jedenfalls im Anschluß daran weiter berichten. Freuen wir uns auf die Fortsetzung…

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