Bestandsaufnahme im Gesundheitsmarkt

dostal-Handbuch „Deutscher Gesundheitsmarkt“ erschienen – 4. fortgeschriebene Auflage

„Es gibt in einem Staat versteckte, fast unsichtbare Einwirkungen, Umstände, die beim ersten Anblick ganz geringfügig scheinen und von denen doch ein großer Teil seiner Wohlfahrt oder seines Verfalls wesentlich abhängt“ (Edmund Burke). – Das Thema Gesundheit gehört spätestens mit dem Erscheinen des 6. Kondratieff (Engpaßfaktor „Psychosoziale Gesundheit“) unabweisbar dazu. Das spiegelt sich auch im deutschen Gesundheitsmarkt wider:

Neben die Krankheitsbehandlung – diese kennt den Verbraucher als Kranken – tritt seit vielen Jahrzehnten zunehmend auch die Gesundheitsstärkung. Deren beteiligte Branchen nehmen den Verbraucher als Kunden wahr. Da die Bürger beides bei ihrem Wunsch nach einer ganzheitlichen Berücksichtigung ihrer Gesundheit kaum unterscheiden, verzahnen sich die einzelnen Branchen zunehmend (Abbildung).

Das Gesundheitswesen und der Zweite Gesundheitsmarkt – dessen Leistungen müssen die Verbraucher selbst zahlen – sowie die Zulieferer und Dienstleister beider Bereiche generieren nach aktuellen Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums bereits heute eine Wertschöpfung von über 600 Mrd. Euro. Darin sind die Exporterlöse genauso berücksichtigt wie der Absatz zahlreicher Gesundheitsprodukte über den (Einzel-)Handel. Der Gesundheitsmarkt ist ständigen Änderungen unterworfen. Manches ist erkennbar politikgetrieben – Stichwort: Gesundheitswesen -, das Meiste ist aber eher unternehmerischem Handeln der über 800.000 Akteure zuzuordnen.

Mittlerweile ist es unmöglich geworden, den Gesundheitsmarkt, sein Ineinandergreifen und seine unterschiedlichen Dynamiken nur aus einer Perspektive zu betrachten. So präsentiert sich das planwirtschaftliche Gesundheitswesen (Erster Gesundheitsmarkt) sichtbar lobbygeprägt. Anzuführen sind Beispiele wie die seit Jahrzehnten geforderten zusätzlichen Finanzmittel und Einkommenserhöhungen, entweder für eine Berufs- beziehungsweise Anbietergruppe (zum Beispiel niedergelassene Ärzte, Krankenhausärzte, Pflegeberufe usw.) oder auch die Forderung nach dem Verbot ganzer innovativer und die überkommenen Strukturen aufbrechende Sektoren. HIerzu gehört beispielsweise das Verbot Versandhandel zum Schutz stationärer Apotheken. Zudem gewinnen nicht zuletzt aus der Verschlechterung der (sozio-)demographischen Situation mit ihren Kostenbelastungen, die Gefährdung der medizinischen Versorgung auf dem Lande (Kliniken, Hausärzte, Apotheken usw.) und die nicht beherrschbaren Kosten der seit Jahren andauernden Flüchtlingswellen zunehmend an Bedeutung.

Den Akteuren, das heißt den Unternehmern und Entscheidern, fällt es nicht zuletzt deshalb immer schwerer eine eigene „Panoramic ability“ beim Gesundheitsmarkt zu behalten. Hier macht das dostal-Handbuch „Deutscher Gesundheitsmarkt“ seit nahezu zehn Jahren diesen größten Markt in Deutschland mit über 7,4 Millionen Beschäftigten für die Akteure und Influencer transparent. Befördert wird die zunehmende Intransparenz des Marktes auch durch die interessengeleiteten Versuche die Deutungshoheit, was Gesundheit aus Sicht der Menschen ist, zu bewahren. Das Gesundheitssystem mit Krankenkassen, Ärzten, Zahnärzten, Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Apotheken und Pharma-Industrie, Heil- und Hilfsmitteln ist hierzu häufig laut vernehmbar. Der Zweite Gesundheitsmarkt wird dagegen kaum als strukturierte und organisierte Einheit wahrgenommen: Zu individuell sind die Angebote der stillen „Einzelkämpfer“ und mancher neuartiger importierter Heilungslehren und -methoden wie zum Beispiel der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und zu schwach ist noch die beginnende Lobbyarbeit der mit Masse zersplitterten Verbändelandschaft.

Dessen ungeachtet belegen zahlreiche Fakten zum Gesundheitsmarkt gleichzeitig eine zunehmende Marktkonzentration mit Konzernen mit über 45.000 Beschäftigten, das Entstehen „kompakterer“ Einheiten (zum Beispiel MVZ, Gesundheitszentren) und ein zunehmendes Unternehmenswachstum: Beispielsweise werden die Krankenhaus- und Reha-Konzerne nicht nur volumenmäßig größer und internationaler, sondern entwickeln sich weiter bis hin zu Bildungskonzernen. Der Laborbereich erfährt eine Industrialisierung, Akteure aus dem breiten Angebotsfeld des Gesundheitsmarkts kooperieren in Gesundheitszentren und die Fitneß-Branche erlebt einen nicht zu bremsenden Boom, um nur drei Beispiele anzuführen.

Das gesundheitswesen und der zweite gesundheitsmarkt verzahnen sich zunehmend

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Das neue Handbuch mit über 400 Seiten, 196 Abbildungen und 45 Tabellen schließt an die
bisherigen Ausgaben an und stellt den kompletten Gesundheitsmarkt vor dem Hintergrund dieser Dynamiken mit Angebotsstrukturen, Gesundheitsberufen und ihrer historischen Herkunft, Marktregularien, -volumen und Marktstrukturen sowie Marktentwicklungen mit Treiberfaktoren für Akteure und Entscheider aus den Bereichen Krankenversicherung, (medizinische) Gesundheitsanbieter und sonstige Gesundheitsberufe, Medizin- und Gesundheitstechnik, IT- und sonstige Dienstleister, Groß- und Einzelhandel, B2B-Unternehmen, Cross-Selling-Partner, Verbände, Hochschule und Forschung, Beratung, PR- und Werbeagenturen vor. Daneben wird den zahlreichen Branchen rund um das Thema „Gesundheit im Betrieb“ erstmals ein breiter Raum gewidmet.


Profil dostal & partner management-beratung GmbH

Die dostal & partner management-beratung gmbh, Vilsbiburg wurde vor über 25 Jahren gegründet. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für das Gesundheitswesen und den Zweiten Gesundheitsmarkt entwickelt. Das Unternehmen realisiert Projekte für Gesundheitsunternehmen, Organisationen und Vereinigungen sowie Kommunen zu den Themen Strategie, Vertrieb, Marketing, Organisation und Controlling. Beispielsweise bei der Entwicklung und Realisierung von innovativen Konzepten zur Gesundheitsversorgung und der Analyse von Versorgungsbedarfen und zum Verbraucherverhalten auf dem Lande. In einem zweiten Tätigkeitsbereich werden Auftrags- und Eigenstudie zu Brennpunktthemen und -märkten realisiert. Zusätzlich bietet das Unternehmen bundesweit Workshops und ein begleitendes Coaching zum Themenfeld Netzwerk-Management und Kooperation an. Daneben führt es mit einer eigenen Akademie offene und firmeninterne Trainings im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement durch. Es engagiert sich ehrenamtlich bei der Moderation der Gesundheitsregion Xundland® Vils-Rott-Inn in Südostbayern.

Weiterführende Informationen: 
www.dostal-partner.de.
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