…denn sie wissen nicht, was sie wollen!

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Berlin. Darum bekommen die Deutschen genau das, was sich machtbesessene Politiker in Ihrem Größenwahn für sie einfallen lassen. Ein solches Beispiel wird aktuell in Berlin auspaldovert, die GroKo. Die CDU hat sich gestern Abend festgelegt: Ziel sei eine handlungsfähige Regierung mit parlamentarischer Mehrheit. Und die gibt es nur mit der SPD in einer großen Koalition. Diese Fesstellung, ob sie nun von der CDU oder aus der Feder der Statista-Redakteurin stammt, ist matehmatischer Humbug. Aufmerksamen politisch interessierten Menschen dürfte es sicher nicht entgangen sein, daß es Schwarz-Rot lediglich auf 399 Sitze im Bundestag bringt. Ein Bündnis Schwarz-Blau-Gelb brächte es hingegen auf 418 Sitze. Eine solche Regierungskonstellation ist natürlich nicht mit einer Führerin Bundeskanzlerin Merkel machbar, wie die AfD schon im Wahlkampf hatte verlauten lassen.

Eigentlich wollten die Sozialdemokraten in die Opposition gehen und erteilten einer großen Koalition eine deutliche Absage. Doch aus dem ehemaligen strikten „Nein“ ist nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen ein „Vielleicht“ geworden. Für den geschäftsführenden Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) steht im Vordergrund, daß Deutschland eine handlungsfähige Regierung brauche, sagte er bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung „Die Zeit“ am Wochenende. Was er nicht sagt, ist viel bezeichnender für die Situation in Deutschland: Der Fast-Hilfsschüler Gabriel braucht die GroKo, um selbst eine Chance zu haben, am fetten Trog der Staatsbezüge sitzen bleiben zu können. Bei Schulz ist es nicht viel anders.

Die Bevölkerung hält allerdings ein Einlenken der SPD nicht für die beste Idee, wie eine Umfrage von Infratest Dimap zeigt: Insgesamt gaben 50 Prozent der Befragten an, daß die SPD an ihrer Position festhalten solle, nicht zu koalieren. 44 Prozent meinen, die SPD sollte für eine Koalition zur Verfügung stehen. Wie die Grafik von Statista zeigt, unterscheiden sich die Meinungen je nach Partei deutlich. Bei der SPD-Wählerschaft ist allerdings die Zustimmung zur GroKo mit nur 38 Prozent niedriger als im Durchschnitt. Erstaunlich ist, daß selbst 24 Prozent der AfD-Wähler die GroKo als akzeptables Ergebnis des Jamaika-Scheiterns sehen. Wer keine Visionen hat – zum Beispiel Schwarz-Blau-Gelb – oder nicht weiß, was er möchte, darf sich nicht wundern, wenn er nur bekommt, was andere ihm freiwillig zukommen lassen. Infografik: Die Deutschen sind uneins über die GroKo | Statista

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