Der Staat: Wie jeder Monopolist macht er seinen Job lausig

Share

Professor Dr. iur. David Dürr und seine Abrechnung mit dem heutigen Staatswesen

München. Das Ludwig von Mises Institut Deutschland gibt bekannt, daß Professor Dr. iur. David Dürr ab sofort Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Instituts ist. David Dürr ist in Basel als Wirtschaftsanwalt und Notar tätig, darüber hinaus  lehrt er Privatrecht und Rechtstheorie an der Universität Zürich. Im Interview mit dem Institut zeigt Dürr, daß er, wenn es um die Freiheit geht, keine Kompromisse kennt. Während die Allgemeinheit die Schweiz als „von Freiheit verwöhnt“ wahrnimmt, geht Dürr mit seiner Heimat streng ins Gericht: „Von Freiheit verwöhnt paßt nicht […]. Zwar ist es schon so, daß es einige Länder gibt, in denen es noch schlimmer ist, aber Trost ist das für mich als Schweizer nicht.“

Ein großes Problem sieht Dürr in der ständigen Verletzung der eigentlichen Idee des Gesellschaftsvertrags: Der echte Gesellschaftsvertrag geht immer nur so weit, wie Konsens möglich ist. Das heutige Staatsparadigma hingegen fordert die generelle und absolute Unterwerfung – eine Vorstellung, die mit

 

„Small is beautiful“

David Dürr wird auch auf der diesjährigen Ludwig von Mises Konferenz sprechen.
Gemeinsam mit anderen namhaften Rednern wird er die Vorteile möglichst kleiner Staatseinheiten thematisieren: „Small is beautiful – vom Vorteil kleiner politischer Einheiten” so der eindeutige Titel der Konferenz, die am Samstag, 21. Oktober 2017, im Hotel „Bayerischer Hof“ in München stattfinden wird. Eine Anmeldung ist ab sofort unter www.misesde.org möglich.

* * * * *

der eigentlichen Idee eines Vertrages nicht in Übereinklang zu bringen ist. Mit der Forderung nach Unterwerfung unter den Staat kehrt sich auch das ursprüngliche Verhältnis von Gesellschaft und gesellschaftlichen Regelungsstrukturen um. „Gesetze müssen nicht gegeben werden, Gesetze gibt es, als natürliche Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Verhaltens“, so Dürr. Mord ist also nicht verboten, weil es ein Gesetz verbietet, sondern weil Mord gesellschaftlich verboten ist, wird ein Gesetz dazu verfaßt.

Weil dies eben so ist, bedarf es im eigentlichen auch keines Staates, um menschliches Zusammenleben zu regeln. Alles kann (und würde) durch private Übereinkünfte geregelt werden, sogar der oft als Kernfunktion des Staates angesehene Bereich der Sicherheit.

Share
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.