Ein Netzwerk fördert den sozialen Zusammenhalt

„Nachbar hilft Nachbar“ für Bürgermeister, Gemeinderäte und Ehrenamtliche

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Die Xundland-Netzwerker mit ihrem Kooperationspartner Institut für Gesundheitsökonomie (IfG) bei der Informationsveranstaltung „Nachbar hilft Nachbar“ für Bürgermeister, Gemeinderäte und Ehrenamtliche in Bad Griesbach: Gastgeber Otto Wunsch (Wunsch-Gruppe), Christina Niedermeier und Felix Sill (IfG), Univ. Prof. Dr. Günter Neubauer (Direktor IfG), Michaela Mildenberger (Coach für Lebens-Balance), Adrian W.T. Dostal (dostal & partner management-beratung gmbh), Katja Maria Günder (Reitschule Berg) sowie Gabriele Dostal (Xundland-Akademie) besprachen im Anschluß die nächsten Netzwerk-Projekte.

Bad Griesbach. Das Unternehmer-Netzwerk Xundland e.V.mit Sitz in Vilsbiburg initiierte zusammen mit dem Münchner Insti- tut für Gesundheitsökonomik (IfG) eine Informationsveran- staltung zur Nachbarschaftshilfe im Aktiv & Vital Hotel Residenz in Bad Griesbach. Diese stieß bei den Teilnehmern aus elf Kommunen und drei Landkreisen auf reges Interesse. Bürgermeister, Gemeinderäte, Ehrenamtliche, zum Beispiel aus Senioren- und Nachbarschaftsvereinen, sowie einige professionelle Anbieter wurden über die Herangehensweisen und die Bewältigung der „kleinen Tücken“ informiert. Gabriele Dostal von der Xundland-Akademie führte aus, wie ein solches Netzwerk angegangen und nachhaltig organisiert werden kann. Sie empfiehlt, die unterschiedlichen Nutzenaspekte aller Teilnehmer „spitz“ zu kommunizieren und in der Start-Phase von etwa 12 Monaten und dem normalen Geschäftsbetrieb eines Netzwerkes die unterschiedlichen Kapazitäten gezielt einzusetzen.

Univ. Professor Dr. Neubauer (IfG) schätzt das zu betrachtende Potential von ehrenamtlichen Laien, die bislang nicht aktiv sind, auf etwa ein Fünftel der Bevölkerung. Zu denken ist dabei insbesondere an die jungen Alten, an Schüler und Jugendliche sowie an Teilzeitbeschäftigte. Laien müssen mehr denn je herangezogen werden, da das verfügbare Geld aus den Sozialsystemen nicht mehr ausreicht. Die eigentlich „alte“ Idee Nachbarschaftshilfe kann mit Hilfe moderner IT-Technik vorangebracht werden und Helfer und Nachfrager effektiv und effizient miteinander verbinden. Auch die bereits aktiven Ehrenamtlichen, die es in nahezu allen Gemeinden gibt, können ebenso eingeschlossen werden wie Bezahlangebote wie beispielsweise Nachhilfe. Angesiedelt werden sollte das Portal unbedingt bei den Gemeinden, so der Co-Redner Felix Sill. Dies hebt massiv die Standortattraktivität. Die Qualität der Aufnahme von Helferangeboten kann mit einem Vier-Augenprinzip niederschwellig organisiert werden.

Die anschließende Diskussion führte zu einem regen Erfahrungsaustausch auch zwischen den kommunalen Besuchern. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Personalkapazitäten und IT-Kenntnisse auf Gemeindeseite. Haftung, Anerkennung ehrenamtlicher Helfer durch die Gemeinden, Incentives für die vielen stillen Ehrenamtlichen und Bewertungsmöglichkeiten zur Qualitätssicherung aber auch ganz praktische Handhabungsfragen zum Beispiel bei der „Ausleihe“ von Kleinbussen und die notwendige zu beachtende Abgrenzung zu gewerblichen Anbietern. Hier konnten Lösungen aufgezeigt werden. Die Portal-Themen von Pflege bis hin zu einzelnen Gesundheits-, Einkaufs-, Fahr-, Betreuungs- oder sonstigen Unterstützungsangeboten bestimmen die Akteure vor Ort selbst. Karlheinz Zängle von der V-N-H Vital Nachbarschaftshilfe e.V. in Bad Füssing brachte es abschließend auf den Punkt: „Ich bin mir sicher, daß das vorgestellte Portal zusätzliche Helfer und Nachfrager zusammenbringt und eine Brücke zwischen Ehrenamtlichen und Gemeinde darstellt.“

Folge-Workshop im November erleichtert das Initiieren und Managen

Um mehr Kenntnisse zum Thema Netzwerkarbeit zu vermitteln, bieten drei Xundland-Mitglieder bereits vom 10. bis 11. November in Landshut, Tafernwirtschaft Hotel Schönbrunn, einen Workshop für Akteure aus Gesundheitswesen, Zweitem Gesundheitsmarkt, Non-Profits und Kommunen an. Das Motto lautet: „Neue Chancen schaffen – Gesundheitsnetze vor Ort nutzen, initiieren und managen“. Weitere Infos und Anmeldung auf der Internetseite des Netzwerks.

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