Erste Bilanz der OEZ-Schießerei in München

der mordschuetze des muenchner oez

Knapp zwei Stunden nach der Tat: Erste Videoaufnahmen vom Beginn der Schießerei im Netz bei Twitter

München. Gegen 17.50 Uhr hatten gestern mehrere Zeugen bei der Polizei angerufen und eine Schießerei im Bereich der Hanauer Straße in der Umgebung des Olympia Einkaufszentrums in München-Moosach gemeldet. Aufgrund von Zeugenaussagen mußte in der Anfangsphase von bis zu drei verschiedenen Personen mit Schußwaffen ausgegangen werden. Lange Zeit suchten die Einsatzkräfte im Münchner Norden nach drei Tätern mit Langwaffen.Die Redaktion des regionalReports hat die Leserinnen und Leser in viertelstündigen Meldungen über unsere Facebookseite und den Kurznachrichtendienst Twitter bis kurz vor Mitternach auf dem Laufenden gehalten.

Jetzt am frühen Morgen steht fest: Ein 18jähriger Deutsch-Iraner ist der Tatverdächtige. Eine Zivilstreife war auf den Mann im Olympiapark gegen 20.30 Uhr aufmerksam geworden und hatte ihn nach eigenen Angaben auch beschossen. Ob der Mann durch Polizeikugeln starb oder sich selbst gerichtet hat, muß noch geklärt werden. Da derzeit jeglicher Hinweis auf ein Tatmotiv fehlt, spricht die Polizei weder von „Terror“ noch von „Amoklauf“, sondern von einer „Schießerei“.

Erste Fotos vom Tatort

Erste Fotos vom Tatort

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich nach Zeugenaussagen und Hinweisen aus Videos bei dem Toten um den Täter, so die Polizei. Der Mann lebte in München, war bisher der Polizei nicht aufgefallen. Laut Polizei gibt es momentan keine Hinweise auf weitere Tatbeteiligte. Zur Aufklärung der Tat sucht die Polizei jetzt Videos und Fotos. Wer solche während des Geschehens gemacht hat, wird gebeten, Sie über ein eigens eingerichtetes Portal der Münchner Polizei zur Verfügung zu stellen

Neun weitere Tote sind zu beklagen. 21 Transporte von Verletzten wurden vom Münchner Rettungsdienst erbracht und fünf Personen wurden mit privaten Fahrzeugen zu Notaufnahmen transportiert. Drei Schwerverletzte und 13 Leichtverletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt. Weitere leichtverletzte Opfer haben sich selbständig zur medizinischen Behandlung begeben. Unter den Verletzten auch mehrere Kinder.

Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden von der Polizei inzwischen wieder freigegeben und haben ihren Betrieb weitgehend wieder aufgenommen. Es kommt jedoch im Bereich der U-Bahnstation „Olympiazentrum / OEZ“ noch zu Behinderungen beziehungsweise es wird dort auch von der Tram nicht angehalten. Die S-Bahn verkehrt auf der Stammstrecke wieder normal.

Die Polizei war mit über 2.300 Einsatzkräften im Einsatz. Darunter befinden sich alle verfügbaren Kräfte des Polizeipräsidiums München, Spezialeinheiten aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sowie die GSG 9 der Bundespolizei. Zur Unterstützung der Münchner Einsatzkräfte war auch die österreichische Spezialeinheit „Cobra“ in die Landeshauptstadt gekommen. Darüber waren weitere Kräfte der Bundespolizei, die Bayerische Bereitschaftspolizei inklusive der Hubschrauberstaffel, das BLKA und die Präsidien Oberbayern Nord und Süd in den Einsatz eingebunden.

Am Tatort wird die Spurensicherung bei Tageslicht wieder aufgenommen.

Der ukrainische Haß auf Rußland treibt seltsame Blüten. Putin steckt hinter OEZ-Schießerei

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Inzwischen gibt es ja auch Stellungnahmen und Beileidsbekundungen von Politikern aus dem In- und Ausland. Den Vogel schießt dabei ein Politiker in Kiew ab. Der Ukrainer äußerte dort allen Ernstes in einem TV-Interview gestern Abend die Behauptung, die Münchner Vorfälle seien „die Rache des Kremls“.

 

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