Europa steht Kopf – auch in Landshut

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11. Oktober europaweiter Aktionstag gegen TTIP und CETA  – Listen liegen auf

Nach dem Ölsand-Abbau kaum mehr zu unterscheiden: See (unten) Ufer (oben). CETA fördet diese Zerstörung...

Nach dem Ölsand-Abbau kaum mehr zu unterscheiden: See (unten) Ufer (oben). CETA fördet diese Zerstörung…

Ob nun Spanier, Griechen, Niederländer, Deutsche, Letten. Norweger oder Belgier und auch alle anderen – morgen stellen die Menschen in allen zur EU gehörenden Staaten die Welt ein Stück auf den Kopf und gehen auf die Straßen. Sie machen aufmerksam auf einen politischen Skandal, wie ihn  die EU wohl kaum vorher schon erlebt haben dürfte und wehren sich gegen die Arroganz der Brüsseler und die ihrer nationalen Politiker. Auch im Landkreis Landshut und in der Niederbayernmetropole selbst werden Menschen morgen aktiv mit bei der Protestwelle dabei sein.

Und das zu recht, denn es geht auch ein Stück um das Recht. Um unser aller Recht, zu erfahren, was die abgehobenen Klugscheißer in den Ausschüssen und der Kommission der EU in den Brüsseler Hotel-Hinterzimmern mit den Lobbyisten ausgehandelt haben und noch auszuhandeln gedenken in Sachen TTIP und CETA.  Dabei geht es buchstäblich auch um die sprichwörtliche Wurst; es geht um Kopf und Kragen bei Fragen zu Recht und Gesetz oder schlicht und ergreifend um das künftige Wohlergehen unserer Kinder und Enkel!

Oje, jetzt aber- Schwarzmalerei und Übertreibung vom Feinsten? Keineswegs, wie Sie gleich lesen werden!

CETA zerstört Kanada auf Jahrhunderte

Dirty Deals - Kanadisches Protestplakat gegen TeersandölCETA, das Freihandelsabkommen mit Kanada ist ja im Prinzip schon ausverhan- delt. Die großen Menschenrechtsverbände und die kleineren Umweltschutz- und Verbraucherschutz-NGOs in ihrem Kielwasser, haben da ein Stück weit versagt und zu viel Zeit verstreichen lassen. Aber: Eine Ratifizierung des Abkommens am Völkerwillen vorbei kann auch jetzt noch verhindert werden!

Und warum sollten Sie da mithelfen?

Ölsandgewinnung in der kanadischen Provinz Alberta: vorher - nachher!

Ölsandgewinnung in der kanadischen Provinz Alberta: vorher – nachher!

CETA ermöglicht es zum Beispiel der Mineralölindustrie, aus kanadischem Teersand gewonnenes Rohöl, Derivate und Produkte daraus in die EU zu exportieren. Wir zeigen hier einmal im Bild, wie die Landschaft in Kanada aussieht, nachdem der Teersand gewonnen wurde.

Bislang durfte Rohöl nicht in die EU importiert werden, das aus solchen Vorkommen gewonnen wurde. Wegen grundsätzlicher Ablehnung dieser Umweltzerstörung. Quadratkilometerweite

Der Schaden läßt sich in einem Jahrhundert nicht beheben

Der Schaden läßt sich in einem Jahrhundert nicht beheben

Umweltzerstörung nicht auf Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte hinaus ist die Folge dieser Bodenausbeutung. Kanada braucht das aus Teersand gewonnene Erdöl nur zu einem geringen Teil selbst. Erst der Export nach Europa macht das Geschäft für die Ölindustrie in Kanada – beteiligt sind daran natürlich auch US-Giganten – interessant und satt gewinnbringend. Europa dagegen ist auf das kanadische Teersandöl nicht angewiesen. Mehr Hirn und Diplomatie im Umgang mit Rußland und weniger blödes Kriegsgetrommel gen Moskau in Berlin und Brüssel und schon hat die EU Erdöl auf Jahrzehnte hinaus im Überfluß. Sogar auch noch zu einem reellen Preis von einem zuverlässigen Lieferanten.

Wird CETA von den Mitgliedsstaaten der EU ratifiziert – und danach schaut es im Augenblick aus – ist diese Umweltzerstörung nicht mehr aufzuhalten. Die kanadischen Umwelt-, Verbraucher- und Menschrechtsverbände schauen mit bangem Blick nach Brüssel und auf die Menschen in Europa. Wollen Sie – ja Sie, die Sie diese Zeilen lesen! – an einer solchen Zerstörung des Planeten mit schuldig werden und ihren Kindern und Enkeln eine solche Umwelt hinterlassen?

Die oberflächlichen Wunden der Natur würden zwar schneller heilen, da reichten schon ein paar Jahrzehnte. Die in den Boden eingebrachten Gifte und  die mit Chemiekalien verseuchte Oberfläche würden für Zersetzung und Abbau – sofern er möglich ist – mehr als ein Jahrhundert benötigen.

Stop TTIPWenn „NEIN“ dann kommen Sie morgen nach Landshut, nach Vilsbiburg, nach Fürstenfeldbruck nach Traunstein oder an irgend einen anderen Ort in Bayern und Deutschland, in dem sich verantwortungsvolle Menschen an der Aktion beteiligen und tragen Sie sich in die Unterschriftenliste zu „STOP TTIP“ ein (genaue Orts- und Zeitangabe in pdf am Artikelende).

Obwohl Formalien erfüllt, verweigert Brüssel die Anerkennung

TTIP Wortgrafik

Jede Unterschrift zählt!

Wie wichtig Ihre Beteiligung ist, mögen Sie aus dem Umstand erkennen, daß die alte ebenso wie die neue EU-Kommission die ihr vorgelegten nahezu 200.000 Unterschriften für ein offizielles europaweites Bürgerbegehren einfach zur Seite gewischt hat und sich weigert, die Bürgerinitiative aus über 280 internationalen Organisation in ganz Europa anzuerkennen. Obwohl alle gesetzlich festgeschriebenen Formalien form- und fristgerecht erfüllt waren. Junckers verbale Spitzfindigkeiten dürften daran wesentlichen Anteil haben.  Bürgerwille interessiert Brüssel (jetz noch) nicht. Die Arroganz dieser glattgebügelten politischen Sesselpfurzer in Berlin und Brüssel ist nur noch sehr schwer auszuhalten. Die Volksseele kocht; in anderen Mitgliedsstaaten noch stärker als in Deutschland.

Volksverblödung durch Wahlkreisabgeordnete

Es gibt zu TTIp tatsächlich auch eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die zu einem positiven Ergebnis in der Beurteilung von TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU kommt.  Geschrieben wurde, so weit uns bekannt, die Studie in den USA. Wesentlicher Faktor in dieser Beurteilung sind die angeblich in Deutschland dadurch entstehenden rund 300.000 Arbeitsplätze. Bundestagsabgeordnete, die derzeit in ihren Wahlkreisen die Werbetrommeln für TTIP und um Zustimmung rühren, versuchen die Bürgerinnen und Bürger blöd zu labern; versprechen mit solchen Zahlen wirtschaftlichen Aufschwung und Besserung für die allgemeinen Lebensgrundlagen ihrer Zuhörer. Was dabei verschwiegen wird: Eine vom Bundestag selbst beim eigenen wissenschaftlichen Dienst in Auftrag gegebene Studie zum gleichen Thema kommt zu vollkommen anderen Ergebnissen. Es sei maximal mit 25.000 (kein Tipfehler)

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