Kriminalstatistik 2014: Wohnungseinbrüche drastisch gestiegen

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 32,1 Prozent plus – BP fordert weniger Bürokratie, mehr Beamte und mehr Geld

Stellten den aktuellen Sicherheitsbericht vor: Alois Mannichl, Polizeipräsidium Niederbayern - Leiter Sachgebiet Verbrechensbekämpfung; Polizeipräsident Josef Rückl; Gregor Will, Polizeipräsidium Niederbayern; Regierungspräsident Heinz Grunwald; Werner Feilmeier, Polizeipräsidium Niederbayern; Peter Ebner, Polizeipräsidium Niederbayern - Leiter Präsidialbüro; Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf - Leiter des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung; Alfons Völk und Nikolaus Heckl - Leiter des Bereichs Sicherheit, Kommunales und Soziales (v.l.n.r.) .

Stellten den aktuellen Sicherheitsbericht vor: Alois Mannichl, Polizei-präsidium Niederbayern – Leiter Sachgebiet Verbrechensbekämpfung; Polizeipräsident Josef Rückl; Gregor Will, Polizeipräsidium Niederbay- ern; Regierungspräsident Heinz Grunwald; Werner Feilmeier, Polizei-präsidium Niederbayern; Peter Ebner, Polizeipräsidium Niederbayern – Leiter Präsidialbüro; Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf – Leiter des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung; Alfons Völk und Nikolaus Heckl  – Leiter des Bereichs Sicherheit, Kommunales und Soziales (v.l.n.r.) .

Straubing. Im Polizeipräsidium Straubing wurde heute der Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Niederbayern für das Jahr 2014 vorgestellt. Augenfällig wird dabei auch im dritten Jahr in Folge die steigenen Zahlen der Straftaten in Niederbayern parallel zum bayernweiten Trend. Maßgeblicher Grund hierfür ist hierfür nach Beurteilung der Polizei die deutliche Zunahme der ausländerrechtlichen Verstöße im Zusammenhang mit dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms nach Deutschland. Besonders erfreulich und positiv ist die weiterhin hohe Aufklärungsquote in Niederbayern, die 2,0 Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt liegt. Polizeipräsident Josef Rückl als Leiter des Polizeipräsidiums bei der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik: „Unser Ziel wird es auch weiterhin sein, einen hohen Sicherheitsstandard in Niederbayern zu gewährleisten.“

Das Phänomen der Wohnungseinbruchdiebstähle stellt die niederbayerische Polizei weiterhin vor besondere Herausforderungen. Nach 2013 (+4,2%) stieg 2014 die Anzahl der Wohnungseinbruchdiebstähle um 32,1% an. Im Langzeitvergleich bewegen sich die aktuellen Fallzahlen um mehr

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Die Aufklärungszahlen in der Grafik

als ein Drittel über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Das massiv angestiegene Aufkommen an Wohnungsein- bruchdieb- stählen stellt ein bayernweites Phänomen und eine enorme Herausforderung für die gesamte Bayerische Polizei dar. Die Steigerungsrate für den Freistaat insgesamt liegt 2014 bei 28,6%, wobei für ausnahmslos alle Regierungsbezirke Anstiege von deutlich über 20% zu vermelden sind.

In 63,5% der Fälle des Jahres 2014 wählten die Täter in Niederbayern freistehende Einfamilienhäuser als Tatobjekt aus, in 24% der Fälle waren Mehrfamilienhäuser betroffen. Das Polizeipräsidium Niederbayern hat gemeinsam mit seinen nachgeordneten Dienststellen ein umfangreiches und breitgefächertes Handlungskonzept erarbeitet, das zur Grundlage für die vielfältigen Anstrengungen der Niederbayerischen Polizei zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität gemacht wurde. Gemeinsam mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei setzt die niederbayerische Polizei alles daran, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Tätern das Handwerk zu legen.

Bayernpartei fordert deutlich mehr Polizeikräfte

Die heutige Veröffentlichung der Kriminalstatistik 2014 für Niederbayern bringt brisante Zahlen an den Tag. Besonders die Zunahme der Wohnungseinbruchdiebstähle um 32,1 Prozent erfordern ein rasches Handeln. Fritz Zirngibl, Kreisrat im Landkreis Kelheim und stellvertretender Vorsitzender der Bayernpartei spricht Klartext: „Völlig blauäugig wurden aus politischen Gründen voreilig die Grenzkontrollen nach Osteuropa abgeschafft und damit der bandenmäßigen Diebstahlskriminalität Tür und Tor geöffnet.“

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Fritz Zirngibl hat sich den Sicherheitsbericht genau angeschaut.

Nachdem lange diese Problematik vertuscht wurde, spricht inzwischen die Polizei offen über diese importierte Kriminalität. Die Kripo Landshut versucht mit zahlreichen Info-Veranstaltungen die Menschen auf diese neuen Gefahren hinzuweisen. Zirngibl war heute auf einer dieser Veranstaltungen in Rohr und sprach mit Kriminalhauptkommisarin Gabi Bauer über Möglichkeiten der Einbruchsbekämpfung. Seine Überlegung zu den technischen Vorschlägen der Polizei zum Thema Einbruchsoprävention: „Wer kann sich schon eine sündteuere Nachrüstung in Form von einbruchssicheren Fenster und Türen leisten? Politische Fehlentscheidungen darf nicht der Bürger bezahlen müssen. Daher kann die Lösung nur lauten: wir müssen unsere Polizeikräfte diesen neuen Herausforderungen anpassen. Wir brauchen deutlich mehr Polizeibeamte. Zudem dürfen unsere Sicherheitskräfte nicht mit immer noch mehr Schreibkram belastet sein, sondern sie müssen sich auf das wesentliche konzentrieren können: Präsenz zeigen und schnelle Einsatzfähigkeit.“ Um gute, junge Polizeikräfte zu bekommen, muß seiner Meinung nach endlich auch eine leistungsgerechte Bezahlung erfolgen. „Beim Thema Sicherheit darf nicht gespart werden,“ so Zirngibls Fazit mit Blick auf die Statistik.

Als Download:

Bayerische Polizei – Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Niederbayern für das Jahr 2014

Fotos: Polizei Bayern / Zirngibl

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