Neue Abzock-Runde durch Mobilfunk-Mafia

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Flaterate-Monat auf 28 Tage verkürzt – Deutsche haben vergleichsweise wenig Volumen

1.350 Millionen Gigabyte mobiles Datenvolumen werden die Deutschen laut TK-Marktanalyse Deutschland 2017 verbrauchen. Aber der Datenverkehr könnte wohl noch deutlich höher sein. Denn im europäischen Vergleich wird deutlich, daß die Deutschen bislang vergleichsweise wenig für ihr Geld bekommen. Während unsere Nachbarn in den Niederlanden oder der Schweiz unbegrenzt surfen können, bekommen die Deutschen Verbraucher laut Digital Fuel Monitor für bis zu 30 EUR maximal 15 Gigabyte Datenvolumen. Die gute Nachricht ist, es tut sich etwas auf dem Markt – noch im April waren zu diesem Preis maximal sechs Gigabyte drin.

Leider trifft die positive Nachricht nicht für alle Verbraucher zu. „Anbieter übergreifend“ so die jüngste Auskunft eines Mitarbeiters von Tchibo Mobil, der namentlich nicht genannt werden möchte, ist es vor Kurzem zu einer versteckten Preiserhöhung bei den Handy- und mobilen Datentarifen gekommen. Der Flaterate-Abrechnungsmonat hat jetzt nicht mehr durchgängig 30 Tage, sondern wird mit 28 Tagen abgerechnet. Wer diese Tarife nutzt, zahlt also seine Gebühren nicht mehr für zwölf Monate, sondern für 13 in einem Kalenderjahr. Als Verbraucher ist man dieser schäbigen Abzoke hilflos ausgeliefert, da dieser Gebührenraubzug  – selbstverständlich total ohne jede Absprache und rein zufällig – von allen Mobilfunkfirmen einheitlich gehandhabt wird.

In der nachfolgenden Grafik von Statista sind diese Besonderheiten des mobilen Internets nicht berücksichtigt. Aber weniger als den letzten Platz kann Deutschland ja ohnehin nicht einnehmen.

Infografik: Deutsche haben vergleichsweise wenig Volumen | Statista

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