Unilever fördert illegale Regenwald-Zerstörung

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Machen wir Schluß mit illegalen Profiten

palmölplantagen auf borneo so weit das auge reicht und zu einem grossen teil illegal angelegt

Borneo: Ölpalmenplantagen so weit das Auge reicht, viele von ihnen illegal.

Hamburg/Raya. Für Rama und Knorr läßt der Konzern seinen Palmöllieferanten Wilmar die artenreichsten Naturlandschaften Indonesiens vernichten! Besonders betroffen sind davon die Mangrovenwälder im Westen Borneos und das Leuser-Ökosystem im Norden Sumatras. Damit verlieren nicht nur die letzten Waldelefanten, Orang-Utans, Tiger, Nashörner oder Nasenaffen und die Menschen ihren Lebensraum, sondern wir alle die größten Schätze der Erde. Agus Sutomo vor Ort vom Netzwerk Link-AR Borneo, einer Partnerorganisation von „Rettet den Regenwald“, fordert daher: „Wilmar und Unilever müssen die Verantwortung übernehmen für Landraub und die Zerstörung der einzigartigen Mangroven, die nicht nur für uns, sondern für das gesamte Weltklima bedeutend sind.“

Im Norden der Provinz Westkilmantan erstreckt sich der Nationalpark Danau Sentarum. Überwiegend besteht der Nationalpark aus einem System von Süßwasserseen, Sumpf- und Trockenwäldern. Danau Sentarum ist eines der bedeutensten Süßwasser-Feuchtgebiete Asiens. Für Borneo ist das Gebiet mit seinen Bergwäldern unersetzlich. Alleine ein Fünftel aller Vogelarten Indonesiens kommt dort vor, darunter die seltenen Schildhornvögel. Das Gewässersystem des Nationalparks ist verbunden mit dem des Kapuas. Dieser Strom ist mit einer Länge von 1.143 Kilometern der längste Fluß Borneos und der längste Indonesiens.

Die Partner von Unilever treiben ihre Anbauflächen für Palmöl auf Borneo inzwischen unaufhaltsamm weiter in die sensiblen Pufferzonen des Nationalparks voran. Nicht selten werden dabei illegale Methoden angewandt. Skrupellose Geschäftemacher lassen sich auch mit Gerichtsurteilen bislang nur schwer ausbremsen, so im Fall der Firma PT Sintang Raya.

2007 begann PT Sintang Raya mit der illegalen Abholzung der Torfwälder und der Zerstörung der zu sieben Dörfern gehörenden Feldern. Die Bevölkerung wehrte sich nach einem Bericht der Hamburger Organisation „Rettet den Regenwald“ gerichtlich. Ihrer Anzeige gegen die Erteilung der Betriebserlaubnis wurde 2011 stattgegeben, 2012 durch eine höhere Instanz und 2014 durch den Obersten Gerichtshof bestätigt. Die 20.000 Hektar große Plantage Sintag Raya ist damit offiziell illegal. Geändert hat sich dadurch jedoch vor Ort nichts: Der Terror und die Einschüchterung gegenüber der Betroffenen Bevölkerung durch die Firma nahmen weiter zu, bis sich deren Verzweiflung in offenen Widerstand wandelte. Damit hatte der Konzern erreicht, was er wollte und es gelang ihm, die rechtmäßigen Eigentümer des Landes zu kriminalisieren. Siebzehn Dorfleute wurden 2014 rechtskräftig zu Gefängnisstrafen verurteilt, weitere sind in Untersuchungshaft. Wegen des fortwährenden Terrors flüchteten die Menschen aus den sieben Dörfern letztes Jahr auf das Gelände der Menschenrechtsorganisation. Die Vorgänge müssen Unilever bekannt sein, dennoch spricht der britisch-niederländische Konzern in seiner Werbung vom „sozial- und umweltverträglichen Anbau“ seines Palmöls.

Bar des Schutzes abgeholzter Torfwälder und Mangroven, dringt Meerwasser bis in die Siedlungen vor. Deswegen gibt es dort kein sauberes Trinkwasser mehr, Ernten fallen geringer aus und die Kokospalmen, von deren Kopra die Menschen hier leben, versalzen. Wie Agus Sutomo, Gründer der Umweltorganisation Link-AR Borneo mitteilt, hat die Firma keine Umweltverträglichkeitsprüfung, kümmert sich nicht um die Brandgefahr und holzt ungeniert weiterhin illegal die Wälder ab. Sutomo: „Die Firma muß augenblicklich geschlossen werden“!

Von PT Sintang Raya kauft Wilmar International und liefert das Palmöl an Konzerne wie Unilever. Wie die ebenfalls in Hamburg ansäßige Regenwald-Schutzorganisation in ihrem Regenwaldreport 3/2017 berichtet, handelt es sich im Beispiel von PT Sintang Raya nicht um einen Einzelfall. Im gleichen Distrikt agiert die Palmölfirma Rezeki Keneana, deren Palmöl ebenfalls über Wilmar in Unileverprodukte gelangt. Die indonesischen Umweltschützer fordern, Wilmar und Unilever müssen die Verantwortung übernehmen „für Landraub,Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung des einzigartigen Mangroven-Ökosystems von Kubu Raya, das nicht für uns, sondern das gesamte Weltklima von Bedeutung ist“.

Die Forderung an Unilever, die Geschäftsbeziehungen zu Raubbaufirmen wie PT Sintang Raya, Rezeki Kencana oder auch deren Abnehmer Wilmar zu beenden. können unsere Leser auf sehr einfache Art und Weise unterstützen. Beteiligen Sie sich an der „Rettet den Regenwald“-Petition an Unilever online, werben Sie für die Beteiligung in Ihrem persönlichen Bekanntenkreis. Noch mehr Eindruck machen allerdings persönliche Briefe an die Geschäftsführung der Unilever Deutschland Holding in Hamburg. „Rettet den Regenwald“ hat dazu einen Musterbrief in vorstehend erwähntem Report veröffentlicht, den wir der Einfachheit halber im Anschluß als pdf zum Herunterladen bereitstellen. Sie können den text natürlich jederzeit an Ihre Vorstellungen anpassen.

Der letzte Satz wurde von uns ergänzend hinzugefügt und verdeutlicht der Konzernleitung die Ernsthaftigkeit und die Konsequenzen unseres Anliegens. Bei zwei Milliarden Menschen, die täglich ein Unilever-Produkt nutzen (Angebe des Konzerns auf seiner Website), wird das nicht unbedingt Eindruck schinden, aber es ist dennoch ein gutes Gefühl, dort nicht nur als Bittsteller aufzutreten. Kopieren Sie den Text aus der pdf und fügen Sie ihn in Ihren Briefbogen ein, ausdrucken, unterschreiben und ab damit in den Briefkasten. Diese 70 Cent für das Briefporto können die Welt bewegen und ein Stück zum Positiven hin verändern. Alles, was es dazu braucht, ist ein Stück entschlossenes und konsequentes Handeln!

Quelle: Rettet den Regenwald e.V.

Liste der Unilever-Marken und Produkte

(damit Sie auch erkennen können, was Sie besser im Supermarktregal liegen lassen!)

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Ein Kommentar zu Unilever fördert illegale Regenwald-Zerstörung

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