Warnhinweise mit neuen Symbolen

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In Deutschland jährlich 200.000 Notrufe mit Kindern – Alternativen ohne Gift

Schön niedlich, ohne die grell orangefarbene Singnalfarbe leicht zu übersehen, kommen die ab heute, Montag, 1. Juni, gültigen Warnsymbole für gefährliche Chemikalien in Alltagsprodukten daher. Die bislang geltenden und bewährten orangefarbenen Warnsymbole sind einer weltweiten Harmonisierungskampagne (ganz ohne CETA und TTIP!) zum Opfer gefallen. Bisher gab es weltweit unterschiedliche Systeme für die Kennzeichnung von chemischen Stoffen. Beispielsweise galten Stoffe, so das Münchner Verbraucherschutzministerium, die in der EU als gesundheitsgefährdend eingestuft wurden, in China als ungefährlich.  Im Zuge dieser Anpassung wurden außerdem drei neue Symbole eingeführt.

GasflascheDas Symbol der Gasflasche signalisiert unter Druck stehende Gase. Diese Gase können verdichtet, verflüssigt, tiefgekühlt verflüssigt oder gelöst sein und kommen in allen Gasflaschen vor, wie sie zum Beispiel für den Gasgrill oder in Camping-Caravans benötigt werden. Aber auch kleine Gaskartuschen für den mobilen Campingkocher enthalten solche Gase. Es gibt nicht nur entzündbare Gase in Gasflaschen. Verdichtetes oder verflüssigtes Kohlendioxidgas befindet sich beispielsweise in Kohlendioxidkartuschen zur Erzeugung von Sprudelwasser.

Bei einer unsachgemäßen Handhabung oder Installation der Gasflaschen kann es zum ungewollten Ausströmen von Gas kommen. Beim Versagen des Verschlusses, zum Beispiel beim Abreißen von falsch befestigten Armaturen, können die dadurch plötzlich entweichenden Gasmengen schon durch ihre mechanische Wirkung gefährlich werden. Bei austretenden entzündbaren Gasen entsteht – bei Kontakt mit offenem Feuer oder Zündfunken – eine Stichflamme, die sich unter Umständen schnell zu einem Brand ausweitet. Die darauf entstehende Hitze läßt die Gasflasche explodieren.

Wer sich vor schweren Verletzungen schützen will, sollte solche mit einer Gasflasche markierten Behältnisse niemals in die Nähe von offenem Feuer bringen oder zum Beispiel bei Campingflaschen diese niemals mit der Kippe im Mund installieren. Zur Sicherheit sollten darüber hinaus regelmäßig überprüft werden, ob Zuleitungsschläuche und Dichtungen in Ordnung sind.

AusrufezeichenDas Ausrufezeichen steht, wenn es alleine auf einer Verpackung angebracht ist, für verschiedene Gefahrenmöglichkeiten. So warnt es davor, daß bereits bei einer einmaligen und kurzzeitigen Verwendung Gesundheitsschäden auftreten können. Es kann jedoch genau so gut bedeuten, daß eine besonders große Gefahr vorliegt. Die dann allerdings erst bei länger andauerndem oder wiederholtem Kontakt.

Ganz schön verwirrend die Sache mit dem Ausrufezeichen also. Auf alle Fälle soll dieses Piktogramm für besondere Aufmerksamkeit sorgen. Die damit gekennzeichneten Stoffe können beim direktem Kontakt mit den Augen eine Augenreizung hervorrufen. Denkbar ist auch beim Einatmen eine Reizung oder Entzündung der Atemwege, die dann allerdings vorübergehend, also mit umkehrbarer (reversibler) Wirkung. Denkbar ist auch eine betäubende Wirkung der Stoffe beim Einatmen oder daß sie bei direkter Berührung mit der Haut eine Hautreizung oder Hautallergie hervorrufen.

Besonders bedenklich ist das Ausrufezeichen in der Kombination mit den Piktogrammen „Ätzwirkung“ oder „Gesundheitsgefahr“. Dann bedeutet das Ausrufezeichen, daß beim Einatmen oder Verschlucken eine akute Gefahr von Atemwegsreizungen, -verätzungen oder -sensibilisierungen besteht.

GesundheitsgefahrDurch Schlucken, Einatmen oder über den direkten Kontakt mit der Haut rufen bestimmte chemische Stoffe unter Umständen akute oder chronische Gesundheitsschäden hervor. Solche Substanzen oder Produkte werden ab heute mit dem Piktogramm „Gesundheitsgefahr“ gekennzeichnet. Nicht immer machen sich diese Gefahren sofort bemerkbar. Nur in wenigen Fällen reagiert der Körper bereits nach wenigen Minuten, zum Beispiel mit Atembeschwerden. In vielen Fällen treten die Folgen jedoch erst nach Jahren auf, etwa in Form einer Krebserkrankung. Einige dieser Stoffe entfalten ihre schädliche Wirkung bereits beim einmaligen Kontakt, bei anderen ist der mehrmalige Kontakt für eine Gefährdung erforderlich.

Anzutreffen sind diese Stoffe auch im Haushalt. Mehrzweck-Fleckenentferner enthalten solche gesundheitsgefährdenden Stoffe, aber auch Lampenöle, Backofensprays – oder, woran nun wirklich die wenigsten unter uns denken würden: Geschirr- reiniger-Tabs. Heimwerker und Handwerker begegnen diesen Gesundheitskillern auch in Form lösemittelhaltiger Farben, Lacke und Klebstoffe.

Daß bei der Anwendeung solcher Produkte immer die auf den Verpackungen aufgedruckten Gefahrenhinweise penibel zu beachten sind, versteht sich von alleine. Denn auch hier gilt wieder, es gibt Schäden, die heilbar sind aber eben auch die heimtückischen, unheilbaren (irreversible) Schäden. Chronische Lungenleiden sind so ein nicht wieder gutzumachender Schaden und wenn auch eine solche Erkrankung für den Betroffenen schon schlimm genug ist, es wird noch heftiger: Einige dieser Stoffe führen nach Mitteilung des Bayerischen Verbraucherschutzministeriums eine Veränderung des menschlichen Erbgutes herbei. Viele dieser Stoffe stehen obendrein im Verdacht, Krebs auszulösen oder sind erwiesenermaßen – ebenfalls eine offizielle Feststellung des Ministeriums – krebserregend.

Bleibt die Frage, wie man sich vor diesen Stoffen schützen kann? Am einfachsten geht das, wenn sie solchermaßen gekennzeichneten Produkte erst gar nicht kaufen. An der Stelle wollen jetzt wir ein positives Ausrufezeichen setzen! Produkte mit solchen Inhaltsstoffen gehören rigoros verboten und nicht in ein Verkaufsregal. So lange sie dort anzutreffen sind, dokumentieren sie nur das Versagen des politischen Verbraucherschutzes und die Herrschaft der Chemiekonzerne über die Politik.

Es gibt allerdings noch ein paar Maßnahmen, die sie – gerade einmal so und mit viel Glück – schützen können, weil sie eben nicht hundertprozentig umzusetzen sind. Oder haben sie eine Top-Atemmaske zur Hand, wenn sie erforderlich wäre? Nicht so einen Pseudo-Schutz aus dem Baumarkt, der bestenfalls Sägespäne von den Atemwegen fernhalten kann. Diese Masken sind beim Umgang mit gasförmigen Giftstoffen nutzlos, da bedürfte es dann schon einer vom Format eines Atemschutzgerätes wie es bei Feuerwehren zum Einsatz kommt. Könnte ja auch sein, daß Sie in Ihrem Zivilschutzkeller eine Gasmaske herumliegen haben, die würde den Zweck ebenfalls erfüllen.

fettes, schwares X auf ornagefarbenem Quadrat - das alte Zeichen für gesundheitsschädlich

Das alte deutliche Warnsymbol für „gesundheitsschädlich“ wird ab heute abgelöst

In manchen Fällen wird auch das Anlegen von Schutzhandschuhen empfohlen. Wie wir meinen, eine der übelsten Empfehlungen überhaupt. Was, wenn das giftige Zeugs bei einer hektischen Bewegung aus der offenen Flasche schwappt und ein Spritzer in’s Gesicht kommt? Dann sind zwar die Hände geschützt, aber Augen, Nase, Mund? Die Hersteller solcher Stoffe, etwa von „Sodium (Natrium) Lauryl Sulfat“, einem der aggressivsten Industriereiniger überhaupt, empfehlen Anwendern beispielsweise vorher in einen Schutzanzug zu schlüpfen. Gleiches gilt für „Sodium (Natrium) Laureth Sulfat“. Wie das allerdings mit der Anwendung unter der Dusche zusammen gehen soll, hat noch keiner erklärt. Wenn Sie sich jetzt fragen, was das mit der Dusche zu tun haben soll, lesen Sie doch bitte einmal die Inhaltsstoffe ihres Shampoos oder Waschgels nach. Die Konzentration der Wirkstoffe spiegelt sich in der Reihenfolge ihrer Aufzählung wider. Damit noch nicht genug, findet sich Natrium Lauryl Sulfat auch in Kosmetika und Zahnpasta! Natriumlaurylsulfat wird ebenfalls als Emulgator in Salben und Lotionen sowie Reinigungsmitteln, vor allem in Handspülmitteln und flüssigen Waschmitteln verwendet.

Es überrascht bei der Vielzahl von „giftigen“ Beimischungen, Produkten und Anwendungen keinesfalls, wenn vor allem für Kinder giftige Chemikalien eine große Gefahr darstellen. Es muß nicht der Schluck aus der Pflanzenschutzmittelflasche sein, der zur Lebensbedrohung wird. Viele alltägliche Produkte enthalten gefährliche Substanzen, die vor Kindern gesichert werden müssen. Gerade die Alltagsprodukte wie Spülmittel sind für einen Großteil der Vergiftungen von Kindern in den eigenen vier Wänden verantwortlich. Etwa 200.000 Anrufe gehen jährlich bei den neun Giftinformationszentren in Deutschland ein. Rund die Hälfte der Fälle betrifft Kinder. Im Jahr 2013 erhielt allein die Giftnotrufzentrale in München rund 15.000 Anrufe zu Vergiftungen von Kindern. Im Notfall sind die Giftnotrufzentralen rund um die Uhr erreichbar. Der Giftnotruf München ist unter 089 – 192 40 und die Giftnotrufzentrale Nürnberg unter 0911 – 398 24 51 erreichbar.

Giftfreie Alternativen

Da Sie jetzt die wichtigsten Neuerungen der ab heute gültigen Warnpiktogramme und ihren Hintergrund aus Sicht des Verbraucherschutzes kennen, wollen wir es nicht versäumen, sie auf absolut unschädliche Ersatzprodukte hinzuweisen. Auch Chemie, aber ohne Gefährdungspotential und ebenso wirkungsvoll, bietet ausgerechnet ein amerikanischer Hersteller Körperpflegeprodukte, Haushaltsreiniger und Zahnpflegemittel ohne Nebenwirkungen an. Es war zwar immer schon ein klein wenig teurer, etwas Gutes zu haben, dafür aber offeriert Ihnen die Firma eine respektable Möglichkeit, über Empfehlungen mehr als nur ein paar Prozentpunkte Einkaufsrabatt zu ergattern. Der Link am Ende des Beitrags ist für all jene gedacht, die in einem persönlichen Gespräch mehr über Gesundheitsvorsorge in Erfahrung bringen wollen und führt zu „Life-Basics“ von Heilpraktikerin Waltraud Braun.

 

Bad +Body

Zahnpflege 2

Haushaltspflege 2

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