Wieder nur Theaterdonner aus der CSU?

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EVP-Fraktionsvorsitzendem Manfred Weber reichts mit der Türkei

Die EuTürkei läßt grüßenDem EVP-Vorsitzenden im Europaparlament Manfred Weber reicht das Theater mit der Türkei. „Wir lügen uns doch gegenseitig an, wenn wir so tun, als gäbe es das Ziel Vollmitgliedschaft noch. Ich kenne keinen Regierungschef, der das ernsthaft will“, sagte Weber laut DWN. Für den CSU-Mann war der EU-Beitritt der Türkei die Lebenslüge einer ganzen Politiker-Generation gewesen. Es gehe ihm allerdings nicht um einen Bruch mit der Türkei, sondern um einen „realistischen Neustart“.

Den will der CSU-Politiker dann auch gleich mit der Fortsetzung eines anderen Lügenmärchens wagen und forderte, der Türkei ein „attraktives Angebot“ zu machen. Besonders geeignet wären nach Webers Ausführungen dazu die Migrationspolitik, die Wirtschaftsbeziehungen und der türkische Einsatz für Frieden in Syrien und seinen Nachbarstaaten. „Migrationspolitik“ bedeutet also auch für die CSU nichts anderes, als aus den sogenannten „Flüchtlingen“ gegen den erklärten Willen der meisten Europäer Zuwanderer zu machen, anstatt diese nach Beendigung der Kriegshandlungen umgehend wieder in ihre Herkunftsländer zu verfrachten.

Wie man dann auch noch den von Ankara provozierten Bürgerkrieg gegen die Kurden und das sich anbahnende zweite Völkermord-Verbrechen der Türken (Erdogan: „Kampf bis zur kurdischen Apokalypse“) als „türkischen Einsatz für Frieden“ würdigen mag, muß der CSU-Mann erklären. Auch der von Weber gemachte Zusatz „in Syrien und seinen Nachbarstaaten“ kann ja nur die Bombardements der kurdischen Einheiten durch die Türkei an der Front gegen die Daesh gemeint haben, denn andere türkische Einsätze wurden von dort bislang nicht vermeldet. Und mit diesen Einsätzen schwächt die Türkei die NATO-Allianz im Kampf gegen die IS-Terroristen, zu der auch die kurdischen YPG-Einheiten gehören. Von der anhaltenden Versorgungs- und logistischen Unterstützung der Daesh durch die Türkei ganz zu schweigen.

Angesichts solcher Zusammenhänge muß man Webers verbales „Aufbegehren“ gegen den Kanzlerin-Kurs wieder einmal mehr nur als heiseres Gekrächze und Theaterdonner aus der Bayerischen Staatskanzlei gen Berlin werten. Mit solchen Nebelkerzen, wie der Abbruchforderung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, möchte also die CSU versuchen, beim Wähler gegenüber der AfD im Freistaat wieder politischen Boden gutzumachen. Was man in der Münchner Parteizentrale ganz außer acht zu lassen scheint, ist die Tatsache, daß auch die echten Ureinwohner Bayerns ihren Erbgut-Fehler als von Geburt an blindgläubige CSU-Wähler schlafzuwandeln, durch die permanente Einwirkung schwarzer Politikevolution bis hin zum jüngsten Landesverrat überwunden zu haben scheinen. Der Wunsch nach dem Erhalt konservativer Gesellschaftswerte, der Drang zur Befreiung von der EU-Sklaverei und die berechtigte Angst, durch EZB und Euro um die Früchte eines arbeitsamen Lebens und ebenso langer Altersvorsorge von den Blockparteien betrogen zu werden, lassen sich jedoch durch Schaumschlägereien à la Manfred Weber nicht unter den Tisch kehren.

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