Wieviel Seelachs steckt in Ihrem Multivitaminsaft?

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Kämen Sie auf die Idee, Ihren Bäcker nach Schweineborsten im Brot zu fragen?

Logo der Essensretter von foodwatchBerlin. Vor mehr als einem Jahr haben die „Essensretter“ von foodwatch „versteckten Tiere“ in unseren Lebensmittel angeprangert und zwar genau dort, wo sie niemand vermutet hätte. Wie zum Beispiel Fischgelatine im Multivitaminsaft von Valensina. Ein tierisches Produkt in einem Saft? Es war als Trägerstoff für das zugesetzte Beta-Carotin enthalten. Oder der Orangen-Mango-Ananas-Saft des gleichen Herstellers. Dort wurde Schweine-Gelatine eingesetzt, um ihn von Trübstoffen zu befreien. Erkennbar war das für die Kunden nicht, eine Kennzeichnung solch fremder Zutaten ist nicht vorgeschrieben. Eine Gesetzeslücke macht es möglich, daß Bestandteile von Rind in Chips oder Schweineborsten in der Brotherstellung Verwendung finden. Valensina hat jetzt die Berliner Organisation über eine Rezeptänderung informiert. Alle Säfte des Unternehmens werden demnach künftig vegan sein und ohne Tierbestandteile hergestellt werden.

Seit der ersten Kritik von foodwatch haben mehr als 80.000 Verbraucher eine eMail-Aktion für eine verpflichtende Kennzeichnung für solche fremden Zusatzstoffe unterschrieben. Wie foodwatch jetzt informiert, ist Mitmachen auch weiter dringend nötig: Denn nur eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht verhindere, daß auch weiterhin Unternehmen Tierbestandteile ohne jede Angabe in ihren Produkten verstecken. Auch Sie können sich gegen solche Zutaten wehren und die Forderung nach „sauberen“ Lebensmitteln unterstützen, indem Sie sich hier in die Liste eintragen.

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