„Witzverzain – a Schdüg beste boarische Faschingstradition“

die hirschen beim faschingshoagascht 2016

Szene vom Witzvazain 2016

Tattenhausen. Februar – in der Gemeinde Großkarolinenfeld im Landkreis Rosenheim tut sich Besonderes! Genau genommen im Ortsteil Tattenhausen, der „nahadn Hoamat“ vom Lausch Sepp und das am Samstag, den 5. Februar. „Witzverzain“ – also Witze erzählen – nennt sich das urbairische Spektakel, zu dem weder Humpahumpatäterä noch Helau gebraucht werden. A echte boarische Faschinggaudi braucht den aufg’setzt’n Humor nicht, wo an allen Ecken und Enden der Pointen entweder der lange graue Bart zum Vorschein kommt oder das krampfhafte Bemühen um „an miadn Grinsara“ dem Redner schon in’s G’sicht gschrim ist. Tusch und no amoi an Tusch – die Leid daan sonst ja ned wissen, wo’s lacha oder klatschn sollen.

Nein – für eine solche krampfhafte „Gaudi“, da gäb‘ sich der Sepp nicht einmal zum Fasching her. Er, der Lausch, der weder ein neideitscher Moderator noch ein altehrwürdiger Conférencier sein will, wenn er auch selbst Anekdoten und das eine oder andere Humorvolle beiträgt, nennt sich schlicht „Ansager“. In dem schönen deutschen Wort steckt alles drin, was wichtig ist: der Ansager weiß, was als nächstes kommt, kennt die Richtung wo’s langgeht und ist der, der durch’s Programm führt. Einfacher g’sagt – er ist der, ohne den’s nicht geht! Schon in der Vorbereitungszeit ist das so. Es muß einer die ganzen Akteure für so einen bairisch-humoristischen Nachmittag organisieren, schließlich braucht’s zwischen dene ganz’n Witz‘ auch a Musi.

faschingshoagascht-2016 in tattenhausen mit den geschwistern kainzmaier

Die Geschwister Kainzmaier

Der Lausch Sepp hat da für das „Witzverzain 2017“ auf eine bewährte Mischung zurückgegriffen. Dabei sind diesmal unter anderen der „Zwoagschroa“ aus Hohenlinden; die Hirschen, eine junge zünftige Kapelle aus Hochstätt; die Schmid´s aus der Kiefer so wie Sepp „Bodo“ Kloiber aus Gaisach bei Tölz, ein Nachfahre des berühmten „Kraud´n Sepp“. Das Besondere an einem solchen bairischen Faschingsnachmittag ist aber, daß das Publikum zum Mitmachen eingeladen ist. Es soll und darf den einen oder andern Witz beitragen, sofern der nicht gar zu derb ist. Wohl dosiert, bringen das auch die zahlreichen Hochzeitslader zum Besten, die ihr Erscheinen zuagsagt haben.

Das Gasthaus „Zum Bräu“ in Tattendorf ist Tatort der diesjährigen Faschingsgaudi von der anderen Art. Los geht’s um 13.30 Uhr. Kemma miast’s aber schon eher, denn es gibt koane reservierten Plätz‘ und der Saal werd‘ schon um 11.30 Uhr aufg’sperrt und es herrscht freie Platzwahl. Schließlich will der Wirt auch lem und des is‘ a guad so! Damit das auch klappt gibt’s die Eintrittskarten – verkauft werd’ns nur an der Tageskasse – schon zu einem „SALE-Super-Dumping-Schleuder-Vorzugspreis“ von sieben Euro. Kemmts also rechtzeitig Leit, denn so vui g’lacht für so wenig Geld habt’s seid dem Witzvazain im letzten Joar sowieso nimma und an Maskenzwang gibt’s in Tattenhausen auch nicht. Es darf als jeder so kumma, wie er ist. Es g’freit sich auf eich der Lausch Sepp und der Kreisverband Rosenheim von der Bayernpartei, der im Hintergrund bei der Organisation „a weng“ mitg’holfen hat.

Fotos: Sepp Lausch
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